Rudi

RUDI: „Irgendwann hat das Volk hier 60, 70 oder sogar 80.000 Bienen. Dann werden die Räumlichkeiten zu eng. Und dann setzen die Bienen praktisch Königinnenzellen an – die können sie aus jedem Ei ziehen.

Was die Königin gelegt hat, kann prinzipiell zu einer Königin werden. Entscheidend ist das besondere Futter, das die Larve bekommt. Durch dieses „Königinnenfutter“ wird aus einer Arbeiterinnenlarve eine Königin. Die alte Königin macht dann Platz. Sie verlässt mit einer bestimmten Anzahl von Bienen das Volk. Das nennt man Schwärmen. Und im Stock bleiben zwei, drei oder auch fünf neue Königinnen zurück, die sich weiterentwickeln.“

Rudi Imker aus dem Vogelsberg / 2018

RUDI: „Das läuft so ab: Noch bevor eine junge Königin geschlüpft ist, verlässt die alte Königin schon mit ihrem Schwarm den Stock. Wenn dann die erste Jungkönigin schlüpft, schwärmt auch die manchmal noch einmal, nimmt also wieder einen Teil der Bienen mit und startet einen Schwarmflug. Sie ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht begattet – das passiert erst, nachdem der Schwarm eine neue Behausung gefunden hat. Erst dort lässt sich die Königin begatten.

Meistens ist es so: Wenn die Königin im Winter kaputtgeht, also nicht überlebt, dann ist das Volk „weisellos“. Im Frühjahr wird es dann oft von anderen Bienen ausgeraubt. So entsteht wieder Platz – und manchmal zieht dann ein neuer Schwarm ein. Mir ist es auch schon passiert, dass in eine leere Kiste, die draußen stand, auf einmal ein Schwarm eingezogen ist. Da merkt man: Auch unter Bienen gibt es Konkurrenz.“

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