2009 begann Rainer Lind – neben seiner Malerei – eine Videoserie, die Menschen einer Epoche porträtiert. Im Fokus steht der Einzelne in der Gesellschaft; die Gespräche werden zu Dokumenten, die für Zuschauer:innen auf vielfältige Weise anschlussfähig sind.
Die Interviews sind ausführlich und schaffen Raum für sachliche Details. Durch die ruhige, ungelenkte Gesprächsführung kommen die Personen inhaltlich und optisch zur Geltung – die Porträts erinnern an Portraitmalerei. Die Fragen sind so formuliert, dass die Antworten ohne die Interviewfragen eine geschlossene Geschichte erzählen. Rainer Lind als Interviewer tritt zurück und überlässt den Porträtierten den gesamten Raum.
Die Serie ist zunächst einem lokalen Umfeld gewidmet. Das hat den Vorteil, dass sich viele Interviewte untereinander kennen oder zumindest voneinander gehört haben. Dennoch behandeln viele Interviews überregionale Themen. Lind interviewt auch Menschen, die sich bereits zu öffentlichen Fragen geäußert haben – oft durch ausführliches Nachfragen. Themen werden nicht „vergessen“, sondern bilden Themenpools, zu denen sich auch andere äußern.
Die Interviewten stammen aus der Breite der Gesellschaft. So entsteht ein „Bild und Stimmen einer Zeit“.
Die Sammlung ist zugleich ein Fundus: Die Serie wird ungekürzt in ihrer strengen visuellen Form auf Webseiten eingebunden und bildet spezialisierte Themengruppen.
Beispiele:
Im Rahmen der Geschichtswerkstatt Darmstadt (Walter-Lübcke-Demokratiepreis) wird die Interviewserie in die Öffentlichkeitsarbeit und in den Ausstellungen eingebunden, (z. B. Dachau 2024, Staatsarchive Darmstadt / Wiesbaden, 2025, Gedenktstätte Osthofen) auch auf den entsprechenden Webseiten. Themen sind u. a. Recherchearbeit, Erfahrungen in der Erinnerungskultur und Demokratiefragen junger Erwachsener.
https://widerstand.recherche.video
https://geschichtswerkstattdarmstadt.de/juden-in-zwangsarbeit-1940/
Zudem macht die Sammlung Forschungsprojekte sichtbar, wie „TOKENISIERUNG – Praxiswissen“ (Philipps-Universität Marburg / TU Darmstadt).
https://tokenized-finance.com/
Auf der Website des Darmstädter Oberstufengymnasiums nimmt das Interviewprojekt viele Facetten ein: Seit Jahren dokumentiert es Schulalltag, bewahrt wissenschaftliche Themen und porträtiert aktuelle und ehemalige Schüler:innen.
https://diebrecht.eu
https://doppelleben.diebrecht.eu/
Im Rahmen von „Mercator-Journalists in Residence“ realisierte er ein Interview-Projekt zum Themenfeld „eFin & Demokratie“:
https://token.recherche.video/
https://zevedi.de/efin-mercator-journalist-in-residence-rainer-lind/
Lars T. / April 2026
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1975-79 Studium / Design an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung (Diplom 1979). 1980, 1981 Kunstakademie Düsseldorf / Gotthard Graubner. 1983 Preisträger der Darmstädter Sezession, seitdem deren Mitglied, 1985 Lehrauftrag an der Fachhochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, 1986 Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Malerei des Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Seit 1986 Konzerte und Musikprojekte (ua. mit AR PENCK, Peter Brötzmann, Jo Sachse, Michael Wertmüller, Werner Cee), 1989 Stipendium des Landes Hessen, Casa Baldi, Olevano / Villa Massimo. Seit 2001 Dozent für Multimedia und Webanwendungen an der Phillipps-Universität-Marburg, Fachbereich Mathematik und Informatik.
2018 / 2019 Dozent für „Biografische Positionen in der Architekturwelt in Bild und Ton“ TU. Darmstadt.Fachbereich. Architektur.
Seit 2021 /FACES OF ONKOMM / Dozent // h_da, Hochschule Darmstadt, University of Applied Sciences, Fachbereich Media rainer.lind@h-da.de
T E X T E U N D P R E S S E
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IN DEN PFÜTZEN DER EROSION / Finissage: Ausstellung Rainer Lind / 20. Dezember 2025 / 17 Uhr / Gespräch 19 Uhr
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Rainer Lind** // 2023 / Mercator-Journalist in Residence im Diskursprojekt „eFin & Demokratie“
Rainer Lind** // 2023 / Mercator-Journalist in Residence im Diskursprojekt „eFin & Demokratie" Als Künstler widmete er sich im Rahmen ...
AR PENCK / 2000
Rainer Lind, Konzert mit Peter Brötzmann, Brotfabrikk Frankfurt, 1998In der Klangturbine / Brötzmann und Lind zu Gast in der Brotfabrik ...
Einladung / Ausstellung Rainer Lind // 14. März 2025 / 18-21 Uhr //Atelierhaus Darmstadt
Im Projektraum / Atelierhaus, Darmstadt zeige ich 27 Zeichnungen aus meinem Archiv, entstanden zwischen 1980 und 2025. Auf drei 55 ...
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Rainer Lind über seine Interviews
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Hier+Da interviewt Rainer Lind
Die Geschichte des Darmstädter Künstlers, Rainer Lind, zeigt, wie schwer es manchmal sein kann, im Leben seinen Weg zu finden ...
Renzension / Darmstädter Echo März 2017 // Von Stefan Benz
INTERVIEW-PROJEKT Rainer Lind macht mit seinen Videos die Galerie Kunstpunkt zum Schaufenster der Stadt DARMSTADT - Rund 430 Video-Interviews hat ...
Text. Dr. Elisabeth Krimmel
Die Selbstbildnisse des Rainer Lind von 1990 bis 1994Jene Augenblicke, in denen der Mensch sich seiner selbst bewußt wird, haben ...
Presse. Mit den Augen besser hören // Von Sibylle Maxheimer
BÜRGERPARKVIERTEL - Mit Rainer Lind und seinen sensibel produzierten Videoporträts verspricht Liane Palesch dem Publikum der Ziegelhütte „einen etwas anderen ...
Presse. Annette Krämer-Alig
Kaleidoskop der Persönlichkeiten Rainer Lind ist Maler, Musiker, Lehrer und Dozent: ein Allrounder in bestem Sinn. Das beweist auch sein ...
Text. Dr. Peter Joch
Gesichtslos. Die Malerei des Diffusen / Dr. Peter Joch über Rainer Lind Rainer Lind zeigt Zwischenreiche, Welten des Übergangs, leere ...
Dr. Roland Held
Rainer Lind (*1954 Darmstadt) – Ein Kosmos der Figur-Chiffren Die Verleihung des Georg-Christoph-Lichtenberg-Preises an Rainer Lind markierte einen Bruch nicht ...

„Mit Rückkopplungen und Loops konnte so schnell die Interaktion von Brötzmann und Lind angereichert und in ein wahres Klanginferno überführt werden. Es liess den Zuhörer öfters ahnen, was ein musikalisches Schleudertrauma ist. Dergestalt in die Klangturbine versetzt, beruhigten nur die Blickwechsel zwischen den Musikern: hier wurde der gellende Klangexzess, die brodelnde Klangmaterie von mit grösstem Bedacht vorgehenden Köchen angerührt.“ Bernhard Uske / Frankfurter Rundschau

